Carolin Föste
Der Sommer zieht im Garten ein und wie zu jeder Jahreszeit stehen nun ganz eigene Garten-To-dos an. Darunter die richtige Bewässerung, die richtige Platzierung von Pflanzen und Pflegemaßnahmen, die der baldigen Obst- und Gemüseernte dienen. Bereit für den Sommer in deinem Garten? Mit diesen Tipps steigt die Vorfreude – inklusive Vorbereitungen für das nächste Gartenjahr.
Das Wichtigste in Kürze:
- Im Sommer brauchen Garten, Beete und Kübelpflanzen regelmäßige Bewässerung – am besten morgens oder abends, gezielt im Wurzelbereich.
- Tomaten ausgeizen, Verblühtes abschneiden, Schädlinge kontrollieren: Sommerpflanzen wollen jetzt regelmäßig gepflegt werden – von Nutzpflanzen bis zu Zierpflanzen.
- Erdbeeren, Tomaten, Zucchini und Kräuter sind jetzt erntereif – wer regelmäßig erntet, fördert den Ertrag.
- Mulchen schützt den Boden vor Hitze und Trockenheit und spart Wasser – Rindenmulch oder Hackschnitzel eignen sich gut.
- Starke Rückschnitte an Gehölzen sind im Sommer tabu – kleinere Pflegeeingriffe und das Ausputzen verblühter Pflanzen sind erlaubt.
Gartenarbeit im Sommer: Was jetzt in Beeten, Rasen und Kübeln ansteht
Es wird Sommer im Garten und die Vorfreude steigt. Wir freuen uns schon auf das Gefühl von barfuß im Gras, der tanzende Halbschatten vom Apfelbaum und der Duft von Gegrillten in der grünen Nachbarschaft. Lavendel- und Rosenduft kitzelt bei dem Gedanken daran in der Nase. Nicht zu vergessen: Die Ernte üppig wachsender Früchte macht Appetit auf den Sommer.
Höchste Zeit, an die Bewässerung zu denken! Ob du auf Zierpflanzen setzt, auf ein Gemüsebeet, Obstgehölze, auf saftigen Rasen oder eine Mischung aus allem – hier findest du weitere Gartenideen.
Wir erklären dir, was jetzt zu tun ist und wie du die grüne Pracht hinterm Haus durch die Hitze begleitest.
Typische Sommer-To-dos im Garten: Was jetzt wirklich wichtig ist
Gartenarbeit im Sommer umfasst so einiges, soll sich aber möglichst nicht nach Arbeit anfühlen. Daher lohnt es sich, jetzt erste To-dos zu notieren – Notwendiges und was du in der Hochsaison des Gartenjahrs 2026 gern umsetzen möchtest.
Vielleicht legst du den Fokus auf die Obsternte im Sommer oder willst deine Zierpflanzen trotz Hitze gesundhalten, Wintergemüse aussähen oder rechtzeitig alles für den Herbst vorbereiten.
So oder so empfiehlt es sich, sich eine gute Strategie zur Bewässerung zurechtzulegen und immer wieder pflegende Handgriffe umzusetzen. Wenn du außerdem beobachtest, was in diesem Sommer gut gedeiht, kannst du schon Ideen für das nächste Jahr sammeln. Im Folgenden findest du die wichtigsten To-dos für die nächsten Wochen – egal, welchen Schwerpunkt du setzt.
Sommerpflanzen: So bringst du Zier- und Nutzgarten durch die Hitze
Im Obst- und Gemüsebeet findest du immer etwas zu tun. Tomaten, Bohnen, Kürbisse, Gurken, Kräuter und Salate sitzen in den (Hoch-) Beeten bereit und warten auf die Ernte? Dann sorge dafür, dass jede Pflanze bis dahin gut versorgt ist, mit der für sie richtigen Menge an Licht, Wasser und Bio-Dünger. Im Sommer reicht es häufig, die Düngung alle paar Monate zu wiederholen.
Diese Pflegehandlungen stehen jetzt an:
- Tomatenpflanzen ausgeizen: Geiztriebe rechtzeitig abschneiden, um die Ernte zu fördern.
- Petersilie jetzt neben Erdbeeren und Salaten aussäen.
- Gammelnde oder schimmelnde Blätter am Boden regelmäßig entfernen.
- Schnecken fernhalten – mit einem Schneckenzaun oder einem nassen Holzbrett als Falle, unter dem sich die Schnecken gern sammeln und von wo du sie leicht absammeln kannst.
So bleiben deine Nutzpflanzen bis zur Ernte gesund und gut versorgt. Erfahre hier, wie du Pflanzen richtig vorziehst. Wer ein Gewächshaus hat, sollte die Schädlingsbekämpfung im Gewächshaus jetzt nicht vernachlässigen – Spinnmilben und Blattläuse vermehren sich bei Hitze schnell.
Auch Zierpflanzen wollen jetzt gut versorgt werden. Lass Wildstauden und Biolavendel in deinem Naturgarten gedeihen. Kümmere dich um alles, was den Sommer über blühen soll, lege Gießränder an und sorge für den nötigen Schatten.
Diese Sommerblüher brauchen im Sommer besondere Aufmerksamkeit:
- Rosen, Sonnenblumen, Geranien, Dahlien, Hortensien und weitere Sommerblumen regelmäßig im Wurzelbereich wässern.
- Blätter dabei stets trocken halten.
- Standortbedürfnis beachten: Nicht alles, was nach Sommer aussieht, freut sich über die Mittagssonne.
Wasser holst du aus der Regentonne – das schont Ressourcen und ist für die Pflanzen ideal.
Verblühtes solltest du im Sommer zurückschneiden oder ausputzen. Beachte unbedingt: Der Sommer ist keine Zeit für starke Rückschnitte, vor allem nicht bei Gehölzen! Kleinere, pflegende Eingriffe sind aber erlaubt – prüfe bei Bäumen und Büschen aber zuvor, dass keine Vögel oder andere Tiere darin nisten.
Boden im Garten vor Hitze schützen
Den Boden und deine darin wachsenden Pflanzen schützt du am besten vor Hitze und Trockenheit, indem du mulchst. Das bedeutet, du nutzt Laubreste, Rindenmulch aus dem Gartencenter oder Hackschnitzel, um die Erde im Wurzelbereich der Pflanzen mit einer organischen Isolierschicht abzudecken. Das hemmt nicht nur das Wachstum unerwünschter Pflanzen, sondern speichert auch die Feuchtigkeit im Boden.
Auch um deine Topf- und Kübelpflanzen auf der Terrasse solltest du dich im Sommer kümmern. Bewässere sie im Wurzelbereich ausreichend, verhindere aber Staunässe und beachte, dass sich die Erde im Topf bei starker Sonneneinstrahlung erhitzen kann. Nicht jede Topfpflanze verträgt den Platz an der Sonne gleichermaßen gut.
Wasser sparen im Garten
Apropos Wasser: Achte unbedingt auf einen sparsamen Umgang mit der Ressource. Viel hilft nicht immer unbedingt viel – Wasser sollte vor allem gezielt verteilt werden. Und das gelingt so:
- Nutze Gießränder, damit das Wasser dort versickert, wo es versickern soll.
- Gieße morgens und abends, nicht in der Mittags- oder Nachmittagssonne. So verhinderst du Verdunstung.
- Gieße seltener und dafür intensiver, nicht zu häufig.
- Vermeide den Rasensprenger, installiere stattdessen gezielte Bewässerungssysteme oder gieße per Hand.
- Fange Regenwasser auf und nutze es für die Bewässerung deines Gartens – zum Beispiel mit einer Regentonne oder einem Brunnen.
- Mulche die Beete und halte den Rasen nicht zu kurz – sonst vertrocknet er zu schnell.
Mit der richtigen Strategie kommst du mit überraschend wenig Wasser aus – und dein Garten dankt es dir mit gesunden Pflanzen durch den ganzen Sommer.
Sommer ist Erntezeit: Den Garten kulinarisch genießen
Gut bewässert und umsorgt werden deine Obstgehölze und Gemüsesorten bald Früchte tragen – vielleicht hast du das ein oder andere sogar schon geerntet. Aus dem eigenen Garten schmeckt alles gleich doppelt so gut!
Wann genau was reif wird, zeigt dir dieser Überblick nach Monat:
|
Kategorie |
Mai |
Juni |
Juli |
August |
September |
|
Obst |
Erdbeeren (früh), Rhabarber |
Erdbeeren, Johannisbeeren |
Himbeeren, Stachelbeeren, Kirschen |
Brombeeren, Pflaumen, Äpfel (früh) |
Äpfel, Birnen, Zwetschgen |
|
Gemüse |
Radieschen, Spinat, Spargel |
Salat, Radieschen, Kohlrabi |
Tomaten, Gurken, Zucchini, Bohnen |
Paprika, Kürbis, Mais |
Kürbis, Porree, Grünkohl (früh) |
|
Kräuter |
Schnittlauch, Petersilie, Bärlauch |
Schnittlauch, Petersilie, Basilikum |
Lavendel, Salbei, Rosmarin |
Thymian, Oregano, Minze |
Rosmarin, Thymian, Liebstöckel |
|
Blumen & Pflanzen |
Tulpen, Narzissen, Flieder |
Rosen, Geranien, Lavendel |
Dahlien, Sonnenblumen, Hortensien |
Sommerstauden, Herbstanemone (Vorblüte) |
Herbstanemone, Astern, Fetthenne |
Denk aber auch in die Zukunft: Im Sommer wird der Garten bereits auf die nächsten Jahreszeiten vorbereitet. Radieschen und Salate solltest du jetzt nachsäen. So kannst du auch im Herbst wieder ernten.
Wer langfristig denkt, findet im Selbstversorgergarten Inspiration für die nächste Saison. Selbstgesammelte Samen deiner mehrjährigen Gartenblumen kannst du trocken lagern und im kommenden Jahr nutzen, um Lücken im Beet zu schließen, die dir diesen Sommer ins Auge fallen.
Weitere Gartenhighlights im Sommer
Generell ist das Beobachten deiner Pflanzen ein wertvoller Tipp für den Garten im Sommer:
- Was hat sich auch in den heißesten Monaten gut entwickelt?
- Wo im Garten hat das Gemüse geschwächelt?
- Ist sogar ein Gehölz in der prallen Sonne vertrocknet?
Ärgere dich nicht, sondern überlege, was deinem Garten im nächsten Jahr guttun könnte. Vielleicht kannst du etwas an ein schattigeres Plätzchen umpflanzen, die Bewässerung optimieren oder erlaubst ein wenig mehr Wildwuchs.
Tipp: Ein Sonnensegel könnte zudem für Schatten sorgen. Damit wird es auch für dich trotz Sommersonne richtig angenehm draußen und dein Garten zum echten Outdoor-Wohnzimmer. Ein Plus: Mit der richtigen Gartenausstattung für den Sommer lässt sich vielleicht sogar ein Garten-Office einrichten. Was auch immer du vorhast: Laue Sommerabende lassen sich in deinem Garten mit Sicherheit genießen – auch schon 2026.
Endet der Sommer langsam, gilt es, ihn herbstfit zu machen. Ernte alle Gartenfrüchte regelmäßig ab und hilf deinen Pflanzen, sich von der Hitze zu erholen. Herbstblüher freuen sich jetzt über ein wenig Extrapflege. Auf dass sie blühen, wenn sich die ersten Blätter herbstlich verfärben.
FAQ zum Garten im Sommer
Welche Blumen blühen den ganzen Sommer im Garten?
Sommerblüher wie Geranien, Dahlien, Hortensien, Sonnenblumen und Lavendel blühen von Juni bis in den Herbst. Besonders langanhaltend sind Sommerstauden wie Echinacea, Salbei und Rudbeckia. Wer mediterrane Pflanzen wie Oleander oder Lantana auf der Terrasse kultiviert, kann sich noch länger an der Blütenpracht erfreuen. Regelmäßiges Ausputzen verblühter Triebe verlängert die Blütezeit zusätzlich.
Was kann man im Sommer im Garten machen?
Gartenarbeit im Sommer umfasst vor allem Bewässerung, Ernte und Pflege. Du kannst Tomaten ausgeizen, Obst und Gemüse ernten, Beete mulchen, verblühte Pflanzen ausputzen und Radieschen nachsäen. Gleichzeitig lohnt sich die Planung für Herbst und Winter – zum Beispiel durch das Sammeln von Samen, das Beobachten schwacher Stellen im Beet oder erste Überlegungen für neue Beetprojekte im nächsten Jahr.
Wie bewässere ich meinen Garten im Sommer richtig?
Gieße morgens oder abends, damit das Wasser nicht verdunstet. Nutze Gießränder, um Wasser gezielt in den Wurzelbereich zu leiten. Seltener und dafür intensiver gießen ist besser als tägliches Sprengen. Regenwasser aus der Regentonne ist ideal und schont Ressourcen. Mulch im Beet reduziert den Wasserbedarf zusätzlich spürbar – und hält den Boden auch bei starker Hitze länger feucht.
Was darf man im Sommer im Garten schneiden?
Im Sommer sind starke Rückschnitte an Gehölzen tabu – Vögel könnten noch nisten. Erlaubt sind pflegende Eingriffe: verblühte Sommerblumen ausputzen, Geiztriebe bei Tomaten entfernen und abgestorbene Äste abschneiden. Den Rasen kannst du regelmäßig mähen, solltest ihn aber nicht zu kurz halten, damit er bei Hitze nicht vertrocknet. Prüfe vor jedem Schnitt, ob Tiere im Strauch sitzen. Entdecke hier Tipps zum Rasen vertikutieren.
Welches Gemüse kann man im Sommer anpflanzen?
Im Sommer lassen sich noch Radieschen, Pflücksalat, Petersilie und Schnittlauch nachsäen. Auch Buschbohnen und späte Gurkensorten haben noch genug Zeit bis zur Ernte. Wer einen Selbstversorgergarten plant, kann jetzt außerdem Wintergemüse wie Grünkohl, Spinat und Feldsalat vorziehen. Wichtig: frisch gesetzte Jungpflanzen brauchen in den ersten Wochen besonders regelmäßige Bewässerung und Schatten bei starker Mittagssonne.
Welche Kübelpflanzen eignen sich für sonnige Standorte auf der Terrasse?
Mediterrane Pflanzen wie Oleander, Bougainvillea, Lavendel und Rosmarin sind ideal für sonnige Terrassenplätze. Auch Geranien, Petunien, Portulak und Verbenen sind robust und blühen den ganzen Sommer zuverlässig. Wichtig: Kübelpflanzen brauchen im Sommer besonders häufig Wasser, weil die Erde im Topf schnell austrocknet und sich bei direkter Sonneneinstrahlung stark erhitzen kann. Staunässe unbedingt vermeiden.
Wann ist die richtige Pflanzzeit im Sommer?
Die richtige Pflanzzeit im Sommer hängt stark von der jeweiligen Pflanze ab – und davon, wie viel Hitze sie beim Eingewöhnen verträgt. Gemüse wie Radieschen oder Salat kann bis in den Spätsommer nachgesät werden. Einjährige Sommerblüher setzt du bis Ende Juni. Späte Heckenpflanzen und Stauden werden am besten erst im kühleren Herbst gepflanzt, damit sie sich nicht im Hochsommer etablieren müssen und dabei unnötig viel Wasser und Energie verbrauchen.