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Grillen auf dem Balkon: Dos & Don’ts

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Grillen auf dem Balkon ist die Krönung eines lauschigen Sommerabends. Obwohl Balkone oft nur begrenzt Platz bieten, gibt es verschiedene Möglichkeiten, einen Grill zu nutzen und trotzdem Rücksicht auf die Nachbar:innen zu nehmen.

Zuerst solltest du dir überlegen, welche Art von Grill du bevorzugst. Ist es der schicke Gasgrill, der praktische Elektrogrill oder doch der klassische Holzkohlegrill?

Die besten Grills für wenig Platz

Schnell und heiß und steuer­bar – mit Gasgrills ist präzises Grillen möglich. Die Temperatur lässt sich per Regler steuern. Grill­wagen mit drei Brennern und Abla­geflächen ermöglichen das Grillen in mehreren Temperaturzonen. Da sie wenig Rauch erzeugen, sind sie zudem nach­barfreundlich. Außerdem ist Gas preiswert. Eine Fünf-Kilo-Flasche Gas reicht für bis zu acht­einhalb Stunden bei Höchst­leistung. Mit Kartuschen sind kleine Gasgrills wie zum Beispiel der Knistergasgrill mobil einsetz­bar. Der Nachteil: Grill­typische Aromen sind nur mit Hilfs­mitteln wie Räucher­sticks zu bekommen.

Gas, Elektro oder Feuer?

Für manche ist Grillen nur Grillen, wenn Kohle glüht und Flammen züngeln. Kleine Kohlegrills gibt es ab zehn Euro – gut für gelegentliche Grill­partys im Grünen. Aber auch die teureren Modelle von Weber lohnen sich. Die kleinen Alleskönner sind beliebig einsetzbar und unabhängig von Strom oder Gas. Nachteile haben diese „ursprünglichen Grills“ aber alle: Rund 30 Minuten müssen Grill­fans warten, bis der Rost 200 Grad Celsius heiß ist. Außerdem reicht eine Kohleladung meist nur für eineinhalb Stunden Grill­vergnügen.

Das tolle: Manche Anbieter denken Konstruktionen für Balkon-Griller direkt mit und verkaufen Halterungen für das Balkongitter. So kannst du deinen Grill bequem an der Brüstung festmachen. Das bietet eine bequeme Grillhaltung und schützt außerdem Hunde oder Kinder davor, mit dem heißen Grill in Kontakt zu geraten.

Elektrische Grills: Die Lösung aller Probleme

Wer beim Grillen gerne auf offene Flammen verzichtet, ist mit einem Elektrogrill gut bedient. Elektrische Grills heizen schnell auf und verbreiten weder Rauch noch Gestank. Das liegt an den elektrischen Heizelementen, die keinen Verbrennungsprozess erzeugen. Darüber freuen sich nicht nur deine Gäste, sondern ganz bestimmt auch die Nachbar:innen.

Bei Elektrogrill hast du die Wahl zwischen Tischgrills oder frei stehenden Grills. Mobil sind Elektro-Grills leider nicht. Dafür sind sie oft genauso für draußen wie für drinnen geeignet. Wenn du ohnehin einen Raclette Grill im Schrank hast, der nur zu Weihnachten herausgeholt wird, wieso nicht diesen im Sommer auf den Balkon stellen?

Grillen auf dem Balkon – Was ist erlaubt?

In Deutschland gibt es keine allgemeine Regelung, die das Grillen auf dem Balkon verbietet. Dennoch hängt es von einigen Faktoren ab, ob und womit du auf deinem Balkon grillen darfst.

Zuerst einmal lohnt sich ein Blick in den Mietvertrag und die Hausordnung. Hier ist meist festgesetzt, ob du auf dem Balkon einen Grill nutzen darfst. Wenn in deinem Mietvertrag das Grillen auf dem Balkon grundsätzlich verboten ist, darf auch kein Gas- oder Elektrogrill auf dem Balkon angeworfen werden. Wer dagegen verstößt, kann mit einer Abmahnung und im Ernstfall sogar mit einer Kündigung rechnen.

Welche gesetzlichen Strafen gibt es?

Wenn es nicht verboten ist, gilt in der Regel, dass das Grillen mit Holzkohle auf dem Balkon nur dann erlaubt ist, wenn bestimmte Sicherheitsvorschriften eingehalten werden. Unter anderem genügend Abstand zu Fassaden, Zäunen oder anderen entflammbaren Materialien - damit der Brandschutz gewährleistet ist. Du solltest beim Grillen Rauch- und Lärmbelästigung möglichst vermeiden. Außerdem ist es ratsam die Grillparty den Nachbar:innen vorher mitzuteilen, damit jede:r Türen und Fenster schließen kann.

Wer gegen das geltende Recht verstößt, begeht eine Ordnungswidrigkeit und muss mit der in der Region üblichen Geldstrafe rechnen. Für unerlaubtes Grillen auf dem Balkon drohen in der Regel erstmal überschaubare Verwarngelder von 5 bis 30 Euro. Weitere Infos dazu findest du hier.

Wie grille ich richtig?

Wer richtig grillen will, sollte sich nicht nur mit seinem Grill, sondern auch mit den Speisen vertraut machen. Bei Holzkohle lohnt es sich, die angezündeten Briketts eine ganze Weile vorzuheizen und durchglühen zu lassen. So bekommt das Grillgut weniger PAK-haltigen Rauch ab. PAK (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) sind krebserregende Substanzen, die durch unvollständige Verbrennungsprozesse von organischen Materialien (Holz, Kohle, Benzin, Öl, Tabak, Abfälle) oder in Lebensmitteln (Grillen, Braten, Räuchern, Trocknen) entstehen.

Weniger PAK entsteht, wenn Grillfleisch möglichst mager oder nur ganz leicht von Fett durchzogen ist. Das Grillgut wird am besten erst aufgelegt, wenn die Temperatur an die jeweilige Speise angepasst wurde.

Leckere Grillrezepte

Zartes Fischfleisch verträgt beispielsweise nicht viel Hitze. Deshalb solltest du Fisch zunächst bei mittlerer Hitze grillen und im Anschluss in einer kühleren, indirekten Zone gar ziehen lassen. Dafür eignen sich Elektro- oder Gasgrills ausgezeichnet. Gemüse sollte bei mittleren Temperaturen (ca. 160 bis 180 °C) gegrillt werden, damit es außen nicht verkohlt, während es innen den optimalen Garpunkt noch nicht erreicht hat.

Um einen Grillabend perfekt abzurunden, setzt jede:r andere Prioritäten. Für die einen ist es der leckere Grillkäse, für andere darf Fleisch nicht fehlen. Die Grill-Trends in diesem Sommer sind herzhafte gegrillte Pfirsiche mit Labne-Creme, Avocado Crostini mit pikanter Soße oder gegrilltes Vanilleeis als Dessert. Weitere leckere Grillrezepte und Inspirationen findest du hier. Also lass es dir schmecken!

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