Smarte Gartenbeleuchtung - erstaunlich einfach umsetzbar Zukunft

8 min Lesezeit

Mariella Wendel • September 2021

Die Tage werden bereits wieder kürzer und die Nächte länger. Das ist jedoch kein Grund, auf gemütliche Abende im Garten, auf dem Balkon oder der Terrasse zu verzichten. Denn mit der richtigen Beleuchtung lässt sich überall eine stimmungsvolle Atmosphäre zaubern. Inzwischen lassen sich nicht nur die eigenen vier Wände in ein Smart Home verwandeln. Die Technik kommt immer öfter auch im Garten zum Einsatz. In unserem Magazinbeitrag auf zukunftswaende zeigen wir dir, welche smarten Möglichkeiten es gibt, schnell und günstig intelligente Lampen nachzurüsten - und damit mehr Komfort zu schaffen.

Smarte Gartenbeleuchtung leichter gemacht

Vernetzte Technik hört sich erst einmal aufwändig und teuer an. Viele Menschen trauen sich deshalb manchmal gar nicht, smarte Gartenbeleuchtung für’s eigene Zuhause in Betracht zu ziehen. Noch vor einigen Jahren waren Smarthome-Geräte tatsächlich mit hohen Kosten verbunden. Oft waren sie außerdem an den speziellen Funkstandard eines Herstellers gebunden und konnten nur über die Steuerungszentrale oder einen Mini-Server des Anbieters bedient werden.

Heute gibt es jedoch eine große Auswahl günstiger, WLAN-basierter Lösungen, die sich jederzeit auch mit Geräten anderer Hersteller erweitern lassen. Einige von ihnen beherrschen dabei sogar mehrere Funksprachen, z. B. WLAN und ZigBee. Letzterer hat den Vorteil, dass es nicht zu einer Überlastung des WLAN-Netzwerkes kommt, wenn viele Geräte gleichzeitig WLAN verwenden. Außerdem spart ZigBee Strom und sorgt durch die Meshfunktion seiner vernetzten Geräte für eine besonders stabile Funkverbindung deiner smarten Gartenbeleuchtung.


Tipp: Bei sehr großen Gärten kann die vorhandene WLAN-Reichweite durch einen Outdoor WLAN Point (z. B. TP-Link CPE210) verbessert werden. Im Gegensatz zu einem normalen Repeater für drinnen wird er per LAN-Kabel mit dem Router bzw. Modem verbunden. Alternativ dazu besteht außerdem die Möglichkeit, auf eine Outdoor Powerline-Lösung zurückzugreifen. Beides ist aber für smarte Gartenbeluchtung in normalen Gärten sowie auf Balkonen und Terrassen meist nicht nötig.

Smarte Gartenbeleuchtung: Jede:r kann vorhandene Outdoor-Lampen smart nachrüsten

Wer bereits eine edle Designer-Stehlampe auf seiner Terrasse nutzt oder eine nostalgische Gartenlaterne im Blumenbeet installiert hat und nun auf eine smarte Gartenbeleuchtung umsteigen möchte, muss sich nicht unbedingt von seinen alten Stücken trennen. Denn smarte Glühbirnen lassen sich einfach in gängige E27, GU10 oder auch E14 (Kerzen-)Fassungen einsetzen und anschließend über eine WLAN-Anbindung per Timer, App oder – bei immer mehr Anbietern – auch per Sprachbefehl steuern.

Noch komfortabler ist dabei die Nutzung eines Smarthome-Beleuchtungssystems, dessen einzelne Lampen zentral von einem Gateway, Hub oder einer Bridge gesteuert werden. Dadurch erhalten sie automatisch Updates und du kannst so mit deiner smarten Gartenbeluchtung eine stimmungsvolle Lichtatmosphäre inszenieren. Marktführend bei der smarten Gartenbeleuchtung ist der Hersteller Signify, dessen Philips Hue Leuchtmittel sogar mit Musik synchronisierbar sind. Darüber hinaus sind sie bequem über die Sprachassistenten Amazon Alexa, Google Assistant oder Siri (via HomeKit) bedienbar.

Tipp: Grundsätzlich ist es auch möglich, die Philips Hue Lampen ohne Bridge direkt via Bluetooth mit einem Sprachassistenten zu verbinden. So lässt sich die smarte Gartenbeleuchtung günstig und unverbindlich ausprobieren.

Allerdings entfallen dabei gleich mehrere wichtige Vorteile der Bridge: Erstens lassen sich nur mit der Steuerungszentrale bis zu 50 Lampen steuern und in Beleuchtungsszenen kombinieren, und zweitens lässt sich die smarte Gartenbeleuchtung von Philips Hue nur mit einer Bridge von unterwegs steuern. Darüber hinaus bietet das Philips Hue-System (mit Bridge) viele Möglichkeiten für individuelle Einstellungen, die bei dem reinen Bluetooth-Zugriff auf einzelne Lampen nicht gegeben sind.

Von dezent bis extravagant: Smarte Gartenbeleuchtung überrascht durch ihre Vielfalt

Allen, die Lust auf etwas Neues haben oder die nach einem Umzug erstmal ihren Außenbereich oder Garten anlegen, empfehlen wir Outdoor-Lampen zu wählen, die von Anfang an smart sind. Denn hier gibt es eine besonders große Auswahl formschöner, moderner Lichtlösungen für eine smarte Gartenbeleuchtung. Einige davon stellen wir hier im Kurzüberblick vor.

  • Gartenspots: Als besonders leistungsstarke Gartenstrahler verschafft diese Arte der smarten Gartenbeleuchtung Skulpturen oder anderen Lieblingsstücken im Garten den ganz großen Auftritt. Einige dieser smarten Gartenspots lassen sich sogar ebenerdig im Boden versenken und sorgen per Sprachsteuerung auf Zuruf für echte Wow-Effekte.
  • Steh- oder Wegeleuchten: Dank eines hohen Sockels setzen auch sie markante Leuchtakzente und werden dabei – je nach Design – selbst zum Blickfang. Wegeleuchten für den Garten gibt es sowohl im puristischen Industrial-Design als auch mit verspielt-romantischem Gehäuse im nostalgischen Straßenlaternen-Look.
  • Sockelleuchten: Sie sind häufig nur halb so hoch wie smarte Wegeleuchten und erhellen z. B. dezent Einfahrten oder Gartenwege.
  • Wandlampen: Mediterran gemütliche oder skandinavisch moderne smarte Gartenbeleuchtung – für jedes Garten- und Terrassenambiente gibt es passende Wandlampen, die je nach Stimmung reinweiß oder bunt leuchten können, oft sogar in bis zu 16 Millionen Farbnuancen.
  • LED-Streifen: Wer sich maximale Flexibilität wünscht, sollte sich für smarte LED-Streifen als smarte Gartenbeleuchtung entscheiden. Diese auch als Lightstrips vermarkteten Lichtlösungen können meist nach individuellen Vorlieben gekürzt und z. B. an Treppen- oder Terrassenkanten sowie Balkongeländern festgeklebt werden. Auf diese Weise entsteht eine stimmungsvolle passive smarte Gartenbeleuchtung, die sich jederzeit wieder ändern lässt.
  • Stimmungslampen: Dabei handelt es sich häufig um handliche Gadgets mit Batterien oder Akku, die ihre Umgebung in sanftes, buntes Licht hüllen und z. B. auch bei Camping-Ausflügen eine gute Figur machen. Absolut wasserfest und somit für die dauerhafte Aufstellung im Freien geeignet sind sie aber meist nicht.
  • Flutlichter: Sie besitzen teilweise einen integrierten Bewegungsmelder, um den Eingangsbereich automatisch auszuleuchten, wenn sich Besucher:innen nähern. Alternativ sind solche Outdoor-Flutlichter jedoch auch eine gute Lösung, um schwer einsehbare Hinter- oder Kellerabgänge sicherer zu machen.

Vernetzte smarte Gartenbeleuchtung sorgt für mehr Komfort und Sicherheit

Nach dem Kauf dauert es oft nur wenige Minuten, die intelligenten Lampen der smarten Gartenbeleuchtung über die jeweilige Hersteller-App einzurichten und gegebenenfalls mit einer Zentrale zu vernetzen. Anschließend können sie individuell konfiguriert werden, z.B. so, dass die Außenbeleuchtung jeden Abend um 20 Uhr langsam hochdimmt, wenn die Kinder im Bett sind und die Eltern sich gemütlich ein Glas Wein auf der Terrasse im Schein ihrer smarten Gartenbeleuchtung gönnen möchten.

Doch nicht nur für laue Sommerabende bietet eine smarte Gartenbeleuchtung im Garten spannende Gestaltungsmöglichkeiten. Im Winter lassen sich über günstige Outdoor-WLAN-Steckdosen (z.B. von AVM) sogar klassische, weihnachtliche Lichterketten mit einem bereits vorhandenen smarten Lichtsystem verbinden und per App oder Sprachbefehl steuern.


Tipp: Wer sowohl Indoor als auch Outdoor einzelne Lampen per Timer an- und ausschaltet, erweckt selbst bei eigener Abwesenheit den Eindruck eines bewohnten Zuhauses und schreckt dadurch vor allem in der dunklen Jahreszeit Einbrecher:innen ab. 

Checkliste: Das ist bei smarter Gartenbeleuchtung wichtig

Wir finden: Die Investition in smarte Gartenbeleuchtung lohnt sich auch für kleine Grünflächen oder Balkone. Warum? Ganz einfach: Sie sind schnell und günstig installierbar, einfach zu handhaben und bieten unzählige Individualisierungsmöglichkeiten.

Was Einsteiger:innen angesichts der riesigen Produktauswahl beachten können, kommt jetzt nochmal kurz zusammengefasst:

Funkverbindung: WLAN-Lampen sind die optimale Lösung für alle, die smarte Lichtsteuerung im kleinen Rahmen ausprobieren möchten. Denn sie benötigen meist nur ein stabiles Heimnetzwerk, das bis zum Balkon, zur Terrasse oder in den Garten reicht, und eine Hersteller-App. Bei Verbindungsstörungen kann ein Repeater oder Outdoor WLAN Access Point eingesetzt werden.

Systemgebundene Leuchten funken hingegen meist über energiesparende Smarthome-Funkstandards wie ZigBee. Dafür ist eine Zentrale (auch Hub, Gateway oder Bridge genannt) für die Steuerung der smarten Gartenbeleuchtung erforderlich. Sie erhöht zwar die Anschaffungskosten, lohnt sich aber für alle, die eine umfassende Vernetzung ihrer smarten Gartenbeleuchtung anstreben. Schließlich lassen sich darüber viele verschiedene Lampen in Lichtszenen kombinieren und Updates automatisch durchführen. Einige Smarthome-Zentralen (z. B. Philips Hue) sind darüber hinaus auch mit günstigen Produkten anderer Hersteller wie IKEA kompatibel.

Lampentyp: Einzelne Glühbirne oder große Stehlampe? Nahezu alles, was der klassische Lampenmarkt zu bieten hat, ist inzwischen auch als smarte Variante verfügbar. IKEA hatte bei seinem smarten Beleuchtungssortiment „IKEA Home Smart“ (früher: TRÅDFRI) sogar eine Zeit lang Möbel mit integrierten, sprachsteuerbaren Lichtpanelen im Angebot.

Fernsteuerung: Automatische Timer-gesteuerte Beleuchtungsszenarien sind praktisch. Noch komfortabler wird es allerdings dank der Lampenbedienung per App oder Sprachassistent. So muss niemand mehr extra aufstehen, um bei hereinbrechender Dämmerung für ausreichend Licht zu sorgen.

Wir hoffen, dass wir für dich ein bisschen Licht ins Dunkel bringen konnten. Und wünschen dir genau die Stimmung, die du im Garten, auf dem Balkon oder der Terrasse wünschst. Denk smart, es lohnt sich!


Mariella Wendel

Sie sammelte schon im Studium Erfahrungen mit innovativen Gadgets für Senioren und bloggte viele Jahre darüber. Mariella testete außerdem bereits vor der Markteinführung in Deutschland verschiedene Smart Home Lautsprecher und verfasste 2017 die erste umfassende Übersicht Alexa kompatibler Geräte.


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